Ausgrabungen und Instandsetzung der Klosterruine seit 1992

Unter Bgm. RegRat. Gerwald Steinlechner und dem damaligen Kulturreferenten Kessler Erich wurde anlässlich der KULTURBEGEGNUNG 1992 mit der Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein begonnen.
Die Begehbarmachung des gesamten Ruinenareals war damals die Zielvorstellung.
Nach Gründung des Vereins zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein unter Obmann Bernhard Wolfsgruber und seinem Stellvertreter Johann Egger wurde die Ruine im Jahr darauf von der Gemeinde für die Zeit der Revitalisierung gepachtet.

Seit Beginn der Revitalisierungsarbeiten wurden an die 15.000 m3 Schutt aus den baufälligen Gebäuderesten entfernt, desolate Mauerteile abgetragen und partiell wieder nachgemauert, die noch teilweise vorhandenen Gewölbe saniert bzw. nachgestaltet. In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt, dem Architekten und Kunsthistoriker Dr. Roberto Raccanello, den Statikern Dr. Harro Zinko sowie Dr. Garber, ortsansässigen Baufirmen und dem Verein wurden die weiteren Sicherungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen ausgearbeitet. Die gesamte Anlage ist mit Strom versorgt und an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen.
Im Jahre 2005 wurde eine öffentliche WC-Anlage errichtet.
Ab 1998 wurden schrittweise die sanierten Räumlichkeiten mit Schutzdächern versehen und in weiterer Folge in einzelnen Gebäudetrakten Zwischendecken eingezogen.
Schließlich erfolgte im Jahr 2006 die Eindeckung des ehemaligen Kirchenschiffes und im darauffolgenden Jahr der Einbau von Fenstern und die Verlegung eines neuen Ziegel- Marmorbodens.
In den Jahren 2007 und 2009 wurde die gesamte Klostervorburg mit Fenstern ausgestattet. Die Teilhabe am grenzüberschreitenden INTERREG IVA Projekt „CULTH:EX CARGOR“ ermöglichte in der Klostervorburg den Ausbau eines Seminarraumes und eines etwas größerer Speisesaales. Somit stehen derzeit 10 verschiedene Räumlichkeiten mit einer Fläche von ca. 800 m2 für eine gezielte Nachnutzung zur Verfügung. Für die weitere Zukunft ist die Adaptierung von Räumlichkeiten zum Zwecke einer gastronomischen Nutzung geplant.
Derzeit wird die Gastronomie bei Hochzeiten und Veranstaltungen über diverse Caterings besorgt.
Die finanziellen Grundlagen für die Arbeiten schufen die Markt-gemeinde Arnoldstein, das Land Kärnten, das Bundesdenkmalamt sowie viele freiwillige Spender.

Lageplan

ansicht

LEGENDE:

Untere Ebene:
2c. Halsgraben u. kl. Kellerraum

Erste Ebene:
1a. Eingangshalle
2a. Torwächterstube
2b. Ehemalige Pferdestallung/Speisesaal
3a. Stiegenhaus
3b. ehemalige Pferdestallung
5c. Futterkammer

Zweite Ebene:
1b. Übergang
2d. Seminarraum
3c. Empore
4. St. Georgsstüberl
6. WC-Anlage
5b. Frühere Personalwohnung/ Werkraum

Dritte Ebene:
6b. Kleiner Speisesaal
8a. Speisgewölbe, Wendeltreppe
8b. Heizstelle
8c. Ehemalige Gesindeküche
9a,b. Offene Flächen

Vierte Ebene:
11a,b,c Kellerräume incl. Stiegenabgang
13. Südl. Eingangsturm
12a,b,c Nonnosus-Keller
20a,c ehem. Grundbuchsamt, Winterrefektorium
21 Krypta

Fünfte Ebene:
11a-c früherer. Klosterzellentrakt
12a-c Aussichtsterrasse
14. Kirchumgang Nord
15. Kirche-Turm
19. Langhaus
20. Presbyterium
16. Zisterne
17. Kirchumgang Süd
18. geplante Parkanlage